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Symbiose der Natur

Ein ständiges Geben und Nehmen.

Das faszinierendste Phänomen unserer Natur ist die Symbiose – das Prinzip, dass zwei Organismen voneinander profitieren und dadurch Möglichkeiten erschließen, die sie alleine nie erreichen könnten.

Für uns ist dieses ständige Geben und Nehmen die Blaupause für die gesamte regenerative Landwirtschaft. Unsere Aufgabe als Ökosystemwirt*innen ist es, diese natürlichen Partnerschaften zu erkennen, zu fördern und uns bewusst als Teil davon zu begreifen.

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Die stärkste Kraft der Evolution

Die Symbiose ist keine moderne Erfindung, sondern die Grundlage des Lebens auf unserem Planeten.

Vor 500 Millionen Jahren kamen die ersten Algen an Land. Ohne Wurzeln konnten sie keine Nährstoffe aufnehmen. Sie gingen einen Tauschhandel ein: Pilze, deren feines Wurzelwerk schon länger im Gestein nach Mineralien suchte, lieferten Nährstoffe und Wasser. Im Gegenzug bekamen sie von den Algen Kohlenhydrate aus der Photosynthese. Dieses markante Ereignis hat die Pflanzen- und Pilzwelt revolutioniert und wurde zur stärksten Kraft der Evolution.

Das Öko-System lebt von Partnerschaften

Die ökologische Landwirtschaft basiert auf der gezielten Nutzung dieser Partnerschaften. Wir sehen das überall auf unserem Hof.

Die Knöllchenbakterien – Stickstoffversorgung


Leguminosen (wie Klee oder Bohnen) gehen eine Symbiose mit diesen Bodenorganismen ein. Die Bakterien bauen regelrechte "Kraftwerke" in den Pflanzenwurzeln und können den Stickstoff aus der Luft in eine für die Pflanze verwertbare Form umwandeln. Sterben die Wurzeln ab, wird dieser essentielle Nährstoff für alle Folgekulturen verfügbar.

Mykorrhiza – Wasser & Phosphor


Eine noch komplexere Partnerschaft gehen Pflanzenwurzeln und bestimmte Pilzarten ein. Das Pilzgeflecht (Mykorrhiza) dringt in die Wurzeln ein und vergrößert deren relative Oberfläche um das Zehnfache! Der Pilz liefert schwer mobilisierbare Nährstoffe wie Phosphor und Wasser aus Bereichen, die keine Pflanzenwurzel je erreichen könnte. Der größte Feind dieser Partnerschaft? Der Pflug. Denn ohne Wirtspflanze stirbt der Pilz ab – ein weiterer Grund, warum wir den Boden nur minimal stören wollen (wir sind auf dem Eichhof noch weit davon entfernt den Pflug stehen zu lassen).

Das Rind und seine Bakterien


Selbst unsere Rinder sind Symbiose-Meister. Milchsäurebakterien im Pansen – dem ersten Magen – helfen dem Wiederkäuer, die schwer verdaulichen Hemizellulosen aus dem Gras aufzuschließen. Ohne diese Bakterien könnte das Rind die Energie seiner ökologischen Nische gar nicht nutzen.

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Wir als Symbiosepartner

Unsere spannendste Aufgabe als Landwirte ist es, die Vielfalt so zu etablieren, dass wir die Symbiosen gezielt für uns arbeiten lassen, anstatt die Aufgaben der Natur selbst übernehmen zu müssen.

Wenn wir zum Beispiel Hühner in einen Walnusshain lassen, fressen sie die Larven der Walnussfruchtfliege vom Boden. Die Larven sind wertvolles Eiweißfutter für die Vögel, und der Walnussbaum wird geschützt. Ein perfekter Nützlingseinsatz! Hühner, die die Larven von Fliegenarten aus den Kuhfladen picken, reduzieren wiederum das Leid der Rinder durch beißende Parasiten und versorgen sich selbst.

Solche faszinierenden Wechselwirkungen zu erkennen und gezielt zu steuern ist für uns die höchste Kunst der Flächen- und Tierkultur. Noch beheimatet der Eichhof zwar keine Hühner, sie sind aber ein fester Bestandteil unseres Zukunftsplans.

Vision

In Zukunft sehen wir uns als aktiven Symbiosepartner der gesamten Natur. Wir schützen und pflegen unsere Ökosysteme, wir schaffen ihnen einen Platz zum Gedeihen und zur Vermehrung des ihnen innewohnenden Lebens. Im Gegenzug dürfen wir uns von ihrer höchsten Produktivität ernähren. Unser Ziel ist es, nicht länger als Parasiten zu agieren, die ihrem Wirt die Lebenskraft entziehen, sondern als der Partner, der die Natur zu ihrer vollen Stärke erwachsen lässt.

Kontakt aufnehmen

Habt ihr Fragen zu den Produkten, braucht ihr Hilfe bei einer Bestellung oder habt ihr einfach Lust auf einen Schnack? Wir freuen uns immer über eure Nachrichten, euer Feedback und eure Anregungen. Schreibt uns einfach über das Formular – wir melden uns so schnell wie möglich bei euch.

Unsere Förderer und Partner

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